Bürger sollen Bahnlärm melden


Nachfolgender Artikel war heute im Anzeiger zu lesen. Die Beteiligung in Ahlten ist noch ziemlich „mau“. Im Zuge der Megahub-Planung sollte Ahlten sicherlich deutlich mehr im Ergebnis hervorstechen – also beteiligt Euch bitte! Es geht relativ schnell: registrieren, eigene Adresse suchen, diese (Immissionsort) und die Bahnlinie (Emissionsort) markieren und einige Fragen zur Lärmbelästigung beantworten. Noch sind 7 Tage Zeit, sich zu beteiligen!

Der Artikel aus dem Anzeiger/HAZ vom 23.06.2015:

Bürger sollen Bahnlärm melden

Eisenbahn-Bundesamt richtet Internetportale für Lärmaktionsplan ein – Schluss am 30. Juni
Von Oliver Kühn

Bürger, die sich durch Schienenverkehrslärm belästigt oder gestört fühlen, können dies nun dem Eisenbahn-Bundesamt direkt mitteilen. Doch die Zeit drängt: Die zwei Beteiligungsplattformen im Internet sind nur noch bis zum 30. Juni geöffnet.

Lehrte/Sehnde. In der Online-umfrage können Anwohner die Orte an Haupteisenbahnstrecken angeben, an denen sie sich durch Schienenlärm belästigt fühlen. Gefragt wird nach der Tageszeit, dem Geräusch der Störung, der jeweiligen Situation und anderen Lärmquellen. Die Ergebnisse sollen in die sogenannte Lärmaktionsplanung auch für neue Strecken einfließen.

Hintergrund ist die stetige Zunahme des Güterverkehrs – der auch beim Neubau der Y-Trasse eine Rolle spielt, von der Lehrte, Sehnde und Burgdorf betroffen sind. Um Bürger zu beteiligen, ist dafür eigens das Dialogforum Schiene Nord gegründet worden.

In Lehrte als Eisenbahnknotenpunkt sind Tausende vom Schienenlärm betroffen. „Dies ist eine große Chance für Bürger, auf Planungen der Bahn Einfluss zu nehmen“, sagt Stadtsprecher Fabian Nolting. „Diese Möglichkeit gibt es nicht oft.“ Die Hinweise könnten auch für möglichen Lärmschutz in der Zukunft eine Rolle spielen. Hinzu kommen erwartete Belastungen durch den Bau des Megahubs.

Deutliche Kritik am Prozedere gibt es von der Stadt Sehnde. Der Lärmaktionsplan berücksichtige nur Kommunen mit mindestens 30 000 Zugbewegungen im Jahr, beklagt Monika Sprengel vom Fachgebiet Umwelt – weshalb Sehnde mit „nur“ 23 000 Zügen jährlich nicht einbezogen worden sei. „Die Prognosen für die Zukunft gehen für die Strecke Lehrte–Hildesheim aber von 58 000 Zugbewegungen im Jahr aus“, betont Sprengel. „Das ist das Zweieinhalbfache.“

Derzeit führen 63 Züge am Tag durch Sehnde, in einigen Jahren sollen es 159 sein – davon 49 in der Nacht. Aus diesem Grund sei es wichtig, dass Bürger, die sich gestört fühlen, auch an der Onlineumfrage teilnehmen: „Sonst sieht die Bahn dort keine Betroffenheit.“ Die Deutsche Bahn bestreitet die Zahlen allerdings als überholt.

Sollten die Zahlen aber stimmen, hätte der Schienenlärm auch Auswirkungen auf das von der Stadt ins Auge gefasste Neubaugebiet Maschwiesen zwischen der Bahnstrecke und der B 443. Dieses wäre nach den Prognosen ohne einen aufwendigen Lärmschutz nicht zu verwirklichen.

Offenbar hat die Behörde die Öffentlichkeitsbeteiligung aber nicht ausreichend bekannt gemacht: Bis Mitte Mai seien bundesweit erst etwas mehr als 3400 Beiträge eingegangen, verdeutlicht die Deutsche Gesellschaft für Akustik. „Wir halten eine Beteiligung aber für sinnvoll und wichtig“, sagt Evelin Baumer vom Arbeitsring Lärm.

Der Fragebogen kann im Internet auf laermaktionsplanung-schiene.de abgerufen werden. Zur Y-Trasse gibt es die Website dialog forum-schiene-nord.de/buerger information-beteiligung.

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